16. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag

28.03.2017 - 30.03.2017

Die djo-Deutsche Jugend in Europa ist auf dem diesjährigen Deutschen-Kinder und Jugendhilftetag in Düsseldorf groß vertreten. Neben dem Bundesverband und dem Landesverband NRW wird auch Amaro Drom, KOMCIWAN, JunOst und AJM mit vor Ort sein.  Sie treffen uns alle vom 28.-30.03. an Stand B46 in Halle 3. 

Der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag 2017 steht unter dem Motto "22 Mio. junge Chancen". Zusätzlich zur Messepräsenz bietet die djo-Deutsche Jugend in Europa drei Fachveranstaltungen im Kongressprogramm an:

 

Auf dem Marktplatz Europa stellen wir außerdem unser Internationales Hospitationsprogramm vor und es besteht die Möglichkeit, sich mit unseren Gästen aus der DJU (Deutsche Jugend in der Ukraine) auszutauschen. Bei uns am Stand erwarten Sie auch Vertreter_innen des Jugendring der Russlanddeutschen (JdR), einem unserer langjährigen Kooperationspartner im Bereich Deutsch-Russischer Jugendaustausch. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Mehr Informationen zu den Veranstaltungen: 

 

Workshop: „Junge Geflüchtete in der Jugendverbandsarbeit – Wie sind Teilhabe und Selbstorganisation über eigene Strukturen zu ermöglichen?“ 

Die verstärkte Zuwanderung junger Menschen nach Deutschland fordert und bereichert bestehende Strukturen der Jugendverbandsarbeit. Insbesondere Migrant_innenjugendselbstorganisationen (MJSO) leisten einen beeindruckenden Beitrag zur Förderung von Teilhabe und Partizipation junger Geflüchteter. Gleichzeitig erleben MJSO einen hohen Erwartungsdruck aus Politik und Gesellschaft, schnell und kompetent Angebote für junge Geflüchtete zu schaffen oder deren Selbstorganisation zu begleiten. 

Eine Debatte wie dieses innerhalb der Organisation strukturell geleistet werden kann kommt oft zu kurz. Was brauchen und möchten junge Geflüchtete? Wie lässt sich die Partizipation junger Geflüchteter ermöglichen? Wie kann die Zielgruppe der Jugendlichen mit Fluchterfahrung erreicht werden? 

Nach einer kurzen Einführung in die Thematik und Projektvorstellungen aus dem Jugendverband djo-Deutsche Jugend in Europa diskutieren Teilnehmende mit Akteur_innen aus MJSO in moderierten Gesprächsrunden zu unterschiedlichen Aspekten der benannten Fragestellungen.

Workshopleitung: Nora Liebetreu | Assyrischer Jugendverband Mitteleuropa (AJM) e.V.

 

Fachforum: Anerkennung auf allen Ebenen? Einbindung der MJSO in die Strukturen der Jugendhilfe 

Migrantenjugendselbstorganisationen (MJSO) sind ein zunehmend wichtiger Bestandteil der bundesdeutschen Jugendverbandsarbeit. Sie erfüllen vielfältige Funktionen der Selbsthilfe und Interessenvertretung und leisten wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen Partizipation und Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Ihre Stärke liegt in den guten Zugängen zur Zielgruppe sowie deren spezifischen Bedarfen.

Im vergangenen Jahr wurden erstmals fünf MJSO in eine strukturelle Förderung auf Bundesebene aufgenommen, ein direkter Erfolg des in der Trägerschaft der djo-Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V. durchgeführten Projekts „Jugend 2014 – Migrantenjugendorganisationen als Akteure der Zuwanderungsgesellschaft“. Dieser förderpolitische Meilenstein hat auch in einzelnen Bundesländern ähnliche Einbindungsprozesse angestoßen. 
Das Fachforum erörtert diese grundlegenden Entwicklungen und die damit politisch zum Ausdruck gebrachte Wertschätzung der Leistungen der MJSO. Gleichzeitig wird darüber diskutiert, wie die sich abzeichnende Einbindung auf Landesebene unterstützt werden kann und welche Hürden es hierbei womöglich zu bewältigen gibt.

 

Auf dem Podium:

  • Iris Escherle, Leiterin des Referats 311 | BAMF
  • Prof. Dr. Andreas Thimmel | Technische Hochschule Köln
  • Thomas Thomer | BMFSFJ
  • Astrid Natus-Can | Landesjugendhilfeausschusses Rheinland
  • Ronas Karakas | KOMCIWAN – Kurdischer Kinder – und Jugendverband e.V.
  • Ekaterina Ivanushkina | VRJD JunOst, Bundesverband e.V.

 

Moderatorin: Hetav Tek (Deutscher Bundesjugendring e.V.)

 

Workshop: Dialog statt Krise – Internationaler Jugendaustausch mit Russland und der Ukraine

Die Jugendarbeit mit Russland und der Ukraine hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, ist aber gleichzeitig auch erheblich schwieriger in der Umsetzung geworden. Gerade trilaterale Ansätze Deutsch-Russisch-Ukrainischen Jugendaustauschs können dazu beitragen den Dialog zwischen diesen drei Ländern am Laufen zu halten. Die djo-Deutsche Jugend in Europa führt jährlich mehr als 60 Jugend- und Fachkräftemaßnahmen mit beiden Ländern durch, darunter zunehmend auch immer mehr trilaterale Projekte. Eine besondere Rolle spielt dabei die Deutsch-Russisch-Ukrainische Projektschmiede auf der Projekte entwickelt werden und über Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit gesprochen wird. 

Im Rahmen des Workshops sollen dieses und andere Beispiele guter Praxis vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Darüber hinaus soll aber auch über Hürden im gemeinsamen Austausch gesprochen werden. In allen drei Ländern gibt es noch immer erhebliche Bedenken von Jugendlichen und Eltern, die eine Teilnahme an Maßnahmen im Partnerland kritisch sehen. Hinzu kommen verschärfte Visabedingungen und die krisenhafte Situation der Wirtschaft in Russland und der Ukraine. Wie man trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen weiterhin Jugendaustausch in diesen Ländern umsetzen kann soll im Rahmen des Workshops erörtert werden.

 

Ablauf

  1. Projektpräsentation Deutsch-Russisch-Ukrainische Projektschmiede 
  2. World-Café: zu guter Praxis, derzeitigen Rahmenbedingungen und Schwierigkeiten im internationalen Jugendaustausch
  3. Zusammentragen der Ergebnisse, Diskussion und Entwicklung von Lösungsansätzen

 

 

Mehr Informationen: 

www.jugendhilfetag.de/save-the-date/

 

 

Messe Düsseldorf
Stockumer Kirchstraße 16
40474 Düsseldorf
Deutschland