Migrantenjugendorganisationen fordern Gleichberechtigung und stärkeres Engagement gegen Rassismus

07.10.08

Am vergangenen Sonntag endete mit einer Abschlusspräsentation das djo-Jugendsymposium „Berliner Runde“ an der Vertreter von lokalen und bundesweiten Migrantenjugend-organistionen zu den Themen Rassismus in Deutschland und Gleichberechtigung von Migrantenjugendorganisationen teilgenommen haben.

 

„Die Integration von Migranten ist eine Herausforderung für die Deutschland noch nicht gerüstet ist“, sagte Rohat Dogan, Beisitzer im djo-Bundesvorstand. „Wie wir an den Ergebnissen des Jugendsymposiums ersehen können, erwarten die Jugendlichen von der Politik und der Gesellschaft ein größeres Engagement gegen Alltagsrassismus und Diskriminierung. Ein wichtiges Element wäre die stärkere Berücksichtigung des kulturellen Hintergrundes und der Geschichte der Herkunftsgebiete der Migranten in den Lehrplänen an deutschen Schulen.“ „Migrantenjugendorganisationen und ihre Aktivitäten werden bisher viel zu wenig von der Gesellschaft wahrgenommen“, betonte Hetav Tek, Bundesvorsitzende des kurdischen Jugendverbandes KOMCIWAN. „Solange die Ressourcen ungleich verteilt sind, kann man nicht von Chancengleichheit zwischen den klassischen Jugendverbänden und den Migrantenjugendorganisationen sprechen. Insofern fühlen wir uns bislang benachteiligt.“

 

In vier Arbeitsgruppen hatten sich die 50 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet des djo-Jugendsymposiums mit den Fragen zu „Rassismus in Deutschland“ und „Gleichberechtigung für Migrantenjugendorganisationen“ über zwei Tage beschäftigt und konkrete Fragen erarbeitet, die sie mit Bundestagsabgeordneten und Vertretern des Bundesjugendministeriums diskutieren wollten. Da diese kurzfristig absagen mussten, kam dieser wichtige Programmteil nicht zustande. Die Ergebnisse werden aber dokumentiert und sind in kürze zu erhalten.

 

Das Projekt wurde unterstützt durch das Aktionsprogramm für mehr Jugendbeteiligung „Nur wer was macht, kann auch verändern“, durch die Bundeszentrale für politische Bildung und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.