Partnerschaftsabkommen zwischen deutschem und russischem Jugendverband ein Meilenstein in der Zusammenarbeit

05.06.10

Am 27.06.2002 soll in Berlin ein Partnerschaftsabkommen zwischen der djo-Deutsche Jugend in Europa (Berlin) und dem Jugendring der Rußlanddeutschen (Moskau) unterzeichnet wer­den. Das Abkommen ist das erste seiner Art und ein Meilenstein in der Zusammenarbeit deut­scher und russischer Jugendverbände. Mit der Partnerschaft werden die Beziehungen zwi­schen den beiden Ländern im Bereich der Jugendarbeit deutlich verbessert. Schirmherr des Partnerschaftsabkommens ist der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung, Jochen Welt.

 

Die Unterzeichner des Partnerschaftsabkommens sehen die rußlanddeutsche Minderheit in beiden Ländern als Brücke zwischen Rußland und Deutschland. Deshalb soll die Partner­schaft auch einer Stärkung der Beziehungen im Bereich der Jugendarbeit dienen. Die Partner­schaft zwischen den beiden Jugendverbänden soll in Rußland zu einem Element der Förde­rung der deutschen Minderheit werden, in Deutschland soll sie zur Verbesserung der Integra­tionsbedingungen für rußlanddeutsche Spätaussiedler beitragen. Besonderes Ziel ist es auch, durch die Kooperation beider Jugendverbände den deutsch-russischen Jugendaustausch zu fördern und zu stärken. Inhaltliche Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind internationale Begegnungen, grenzüberschreitende Kulturarbeit und interkulturelle Jugend- und Integrati­onsarbeit. Damit sollen Kinder und Jugendliche befähigt werden, sich zu kritikfähigen und verantwortungsbewußten Mitgliedern der Gesellschaft zu entwickeln.

 

Der Jugendring der Rußlanddeutschen ist die Dachorganisation der Jugendorganisationen der Rußlanddeutschen mit Sitz in Moskau. In ihm sind 56 Jugendclubs mit mehreren tausend Mit­gliedern organisiert. Besonders hervorzuheben ist die basisdemokratische Organisation des Jugendringes, was in dieser Form einmalig in der Russischen Föderation ist.

Die djo-Deutsche Jugend in Europa ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe und setzt sich für ein geeintes, demokratisches Europa ein, in dem der trennende Charakter von Grenzen überwunden ist. Im Rahmen ihrer Jugendarbeit fördert sie die kulturelle Betätigung von jun­gen Zuwanderern als Mittel der Identitätsstiftung und Hilfe zur Integra­tion. In der internatio­nalen Jugend- und Kulturarbeit organisiert die djo-Deutsche Jugend in Europa Begegnungen insbesondere mit den ost- und südosteuropäi­schen Nachbarn, die auf Versöhnung und Ver­ständigung ausge­richtet sind. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Einsatz für eine weltweite Ächtung von Vertreibungen und das Engagement für die sozialen, politischen und kulturellen Rechte von Flüchtlingen und Vertriebenen.