Über MJSO

Was genau machen Migrant_innenjugendselbstorganisationen, warum sind sie so wichtig und was brauchen sie für ihre Arbeit? Auf dieser Seite gibt es weitere Informationen sowie unsere Broschüre EinSatz für Migrant_innenjugendselbstorganisationen zum Download, in der unsere MJSO, deren Arbeit und die Arbeit der djo-Deutsche Jugend in Europa vorgestellt werden.  Der Film "Jugend 2014" ist im Rahmen des gleichnamigen Projektes enstanden, in dem fünf bundesweite MJSO im Aufbau bundesweiter Verbandsstrukturen unterstützt wurden.

 

MJSO

  • ermutigen Jugendliche zu politischer Teilhabe und selbstbestimmter Interessenvertretung
  • übernehmen Verantwortung für gemeinnützige und gesellschaftliche Aufgaben
  • ermöglichen Selbstorganisation im geschützten Raum
  • bieten Partizipationsmöglichkeiten und neue Bildungserfahrungen

 

Migrant_innenjugendselbstorganisationen (MJSO) als Interessensvertretungen junger Menschen mit eigener oder familiärer Zuwanderungsgeschichte ermutigen Jugendliche zu einem selbstbestimmten Leben. In einem geschützten Rahmen können sie Neues wagen und Verantwortung für gemeinnützige und gesellschaftliche Aufgaben übernehmen. 

 

SIE BRAUCHEN DAZU

  • Akzeptanz und Anerkennung für ihr gesellschaftliches Engagement
  • eine verlässliche und angemessene Förderung zum Aufbau nachhaltiger Strukturen

 

Insbesondere bundesweit agierende MJSO benötigen einen Ausbau und eine Festigung ihrer hauptamtlichen Strukturen, um die Qualität und Quantität ihrer Angebote und Fortbildungen zu steigern, ihre Arbeit konzeptionell weiterzuentwickeln und ihre Beteiligung an migrations- und jugendpolitischen Themen zu erhöhen. Auch steigen die Anforderungen im Zusammenhang mit der Einwerbung und Verwaltung von Projektmitteln.

 

MJSO IN DER DJO-DEUTSCHE JUGEND IN EUROPA

 

PROJEKT JUGEND 2014 UND FÖRDERUNG AUF BUNDESEBENE

Innerhalb des djo-Projekts "Jugend 2014 – Migrantenjugendorganisationen als Akteure der Zivilgesellschaft“ wurden fünf bundesweite MJSO im Aufbau bundesweiter Verbandsstrukturen unterstützt. Von 2012 – 2014 wurde damit ein entscheidender Impuls im Bereich der Interkulturellen Öffnung der Jugendverbandsarbeit gesetzt. Das erste Förderinstrument auf Bundesebene entwickelte sich dann im Nachgang des Projekts: seit 2015 erhalten erstmals fünf MJSO über den Kinder- und Jugendplan des Bundes eine strukturelle Förderung ihrer Arbeit. Im Rahmen des Projektes arbeiteten die MJSO, der Deutsche Bundesjugendring (DBJR), das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eng zusammen, um eine jugendpolitische Bewertung vorzunehmen und strukturelle Hindernisse auszuräumen. Derzeit gibt es ähnlich gestaltete Modellprojekte, z.B. in Bayern und Berlin, in deren Rahmen ebenfalls Lösungen zur Förderung von MJSO gesucht werden. Denn trotz des hohen Engagements der neuen Jugendverbände erfüllen deren Strukturen häufig noch nicht die Kriterien für eine Förderung auf Landes- oder Bundesebene. Die Hürden sind teilweise so groß, dass sie allein durch ehrenamtliches Engagement nicht genommen werden können.