„Herdelezi“ in Düsseldorf – ein Fest der Begegnung…und Terno Drom mittendrin
Düsseldorf, 17.05.2013
Rund 2.000 Menschen haben am 9. Mai im Düsseldorfer Ulenbergpark friedlich und fröhlich das Herdelezi Frühlingsfest gefeiert. Terno Drom, eine Landesgruppe der djo – Deutsche Jugend in Europa, Landesverband NRW e. V. (djoRW) begleitete das Fest mit einem eigenen Kinder- und Jugendangebot.

Bereits seit mehreren Jahren hat sich der Freizeitpark Ulenbergpark in Düsseldorf zu einem gern besuchten Treffpunkt anlässlich des Herdelezi-Festes entwickelt. Für viele Roma-Familien und Ihre Freunde ist es ein fester Termin, so auch in diesem Jahr. Aber auch Nicht-Roma fanden sich ein und gemeinsam ließ man im Ulenbergpark Festivalstimmung aufkommen.

Popcorn & Lebendkicker
An mitgebrachten Tischen oder auf Decken hatten sich unzählige Familien ihren Platz gesucht. Es roch überall nach Gegrilltem oder frischen Salaten. Fußballspielende Kids nutzten mit ihren Vätern anfangs noch den freien Platz auf der Wiese. Sommerfeeling machte sich breit.
Im Rahmen des Kooperationsprojektes „be young & roma“ hatte Terno Drom ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm organisiert. Langeweile konnte nicht aufkommen. „Über den Tag verteilt, nahmen etwa 400 Kinder und Jugendliche unsere Angebote an; „be young & roma“ hat hier erfolgreich Präsenz gezeigt und wir wurden immer wieder aufgefordert solche Angebote zu wiederholen“, zeigte sich Merfin Demir von Terno Drom sichtlich zufrieden.
Für die jüngeren Gäste gab es Popcorn, Luftballons, Spielzeug, Mal- und Bastelaktionen sowie Kinderschminken. Bei den etwas Größeren sorgte ein Lebendkicker für Begeisterung. Jeder wollte mal an der Stange stehen und den Ball ins gegnerische Tor kicken. Hier waren die Organisatoren gefragt, dass auch jeder mitspielen konnte. „Etwas chaotisch sieht es schon manchmal aus, aber wichtig ist, dass alle ihren Spaß haben“, sagte eine Mutter, die vom luftgepolsterten Spielfeldrand Ihre beiden Söhne beobachtete.

Es darf getanzt werden
Das bunte Programm, was die Landesgruppe der djoNRW organisiert hatte, war ein großer Zugewinn für das Herdelezi Frühlingsfest im Düsseldorfer Ulenbergpark. Terno Drom dachte nicht nur an die jüngeren Gäste, sondern unterhielt auch die Jugendlichen und Erwachsenen mit Musik. Das Trio „Juzni Kovaći“ – mit Gitarre, Keyboard und Klarinette – legte mit Balkanklängen los, die die Gäste spontan zum Tanzen animierten. Für Abwechslung in der Musik sorgten zwischendurch eine Sängerin und ein Sänger.
Hand in Hand tanzen die Menschen, Roma und Nicht-Roma, Jung und Alt. Dabei bildeten bis zu 100 Menschen und mehr einen großen Kreis. Die Bewegungen sind mal schneller, mal langsamer, sie orientieren sich am Rhythmus der Musik.

Auch in Münster unterstützte Terne Drom
Der Organisator von Terno Drom, Merfin Demir, war am Ende des Tages rundum zufrieden. „Ein tolles Fest. Überall nur lachende Menschen. Da freuen wir uns schon auf das nächste Jahr.“ Doch jetzt war er erst mal froh, dass alles so reibungslos geklappt hatte: „Es steckt da viel Arbeit drin und immer wieder stellte ich mir in den letzten Tagen die Frage, haben wir an alles gedacht? Aber da ist es schön und beruhigend, wenn man in einem so guten Team wie Terno Drom arbeitet.“ Und das ist auch notwendig, denn tags zuvor hatte Terno Drom bereits im Hoppengarten in Münster die Organisatoren – den Roma Lehrerverein Münster und den Integrationsrat der Stadt Münster – mit einem Rahmenprogramm unterstützt.

Herdelezi – eine europaweite Tradition
Nicht nur in Düsseldorf und Münster feierten Roma das Herdelezi Fest. Herdelezi, der St.-Georgs-Tag, ist einer der wenigen Festtage, der von muslimischen sowie christlich-orthodoxen Roma vor allem in Südosteuropa begangen wird.
Hier in Deutschland – das bewiesen die Veranstaltungen in Münster und Düsseldorf – ist das Herdelezi Fest zudem ein Angebot an Nicht-Roma gemeinsam mit Roma einen Familientag zu feiern. So wurde auch der Ulenbergpark ein Ort der Begegnung unterschiedlicher Kulturen. Menschen verschiedener Herkunft lernten sich näher kennen und hatten die Möglichkeit, sich über die unterschiedlichen kulturellen Gewohnheiten auszutauschen.
Autor: Dr. Christian Kahl
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Die Nordsee ruft! – Melde Dich an!
Sommerfreizeiten für Kids und Jugendliche mit dem Regionalverband Detmold-Münster

Der Regionalverband (RV) Detmold-Münster bietet auch in diesem Jahr spannende Kinder- und Jugendfreizeiten an. Das Ziel ist diesmal die Nordsee, das djo Haus „Zur Sahlenburg“ in Cuxhaven. Hier werden wir vom 21.07. bis zum 02.08.2013 abwechslungsreiche Tage erleben.
Kinderfreizeit mit Meer Spaß an der Nordsee
Alle Kids, die noch auf der Suche nach einem Sommerabenteuer sind, sind bei uns genau richtig. Kommt mit nach Sahlenburg bei Cuxhaven und erlebt einen aufregenden Urlaub. Die Kinderfreizeit bieten wir für Interessierte im Alter von acht Jahren bis etwa 13 Jahren an. Weitere Infos rund um die Kinderfreizeit findest Du hier.
Jugendfreizeit mit Special Summer Feeling!
An alle Jugendlichen im Alter von 13 bis etwa 16 Jahre: Kommt mit nach Sahlenburg und erlebt Summer Feeling am weißen Strand der Nordsee. Abwechslung ist garantiert. Weitere Infos zur Jugendfreizeit gibt es hier.
Sonst noch Fragen oder neugierig geworden, was der RV Detmold-Münster alles für das Jahr 2013 geplant hat? Dann schaut auf die Homepage.
Brüssel für Kurzentschlossene! – Jetzt noch schnell anmelden…
Vom 09.-12.05.2013 veranstaltet die djoNRW eine Fahrt in die Hauptstadt Belgiens, nach Brüssel. Erlebt mit uns abwechslungsreiche Tage. Wir besuchen u.a. das Europäische Parlament und treffen einen Abgeordneten zum Gespräch – eine Chance, die man nicht oft hat!

Die Teilnehmer werden die Stadt, die zugleich Sitz der Europäischen Union ist, in all ihren Facetten kennen lernen. Wir besuchen das Europäische Parlament und sind dort zu einem Gespräch mit dem deutschen EU-Abgeordneten Elmar Brok eingeladen. Seit 1980 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments. Zudem ist er Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments und Stellvertretendes Mitglied im Konstitutionellen Ausschuss. Wir freuen uns auf ein Gespräch mit einem echten Insider.
Daneben bleibt auch genug Zeit, um Brüssel als Stadt zu erkunden und ihre Sehenswürdigkeiten zu besuchen wie z.B. das berühmte Atomium, das kleine Europa und das belgische Comic-Zentrum.
Wenn Du Dich für Europa interessierst und zwischen 16 und 27 Jahre alt bist, dann bist Du bei unserer Fahrt genau richtig. Für djo-Mitglieder kostet die Reise 79 Euro, alle anderen zahlen 100 Euro. Die Abfahrt erfolgt mit dem Thalys ab Köln und in Brüssel wohnen wir im zentral gelegenen Hostel Jaques Brel. Weitere Infos rund um die Reise nach Brüssel findest Du hier.
Lust auf Brüssel bekommen? Dann melde Dich noch bis zum 15. März 2013 an. Schreib eine E-Mail an: reema.herab@djonrw.de
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Veranstaltungskalender 2013: Reinschauen – Mitmachen
Noch hat der Winter Deutschland fest im Griff, aber man kann schon mal an „morgen“ denken. Was mache ich im Frühjahr, und wohin geht’s im Sommer? Vielleicht eine spannende Fahrt ans Meer? Die Gruppen der djoNRW bieten auch in diesem Jahr wieder ein interessantes Angebot für Groß und Klein an. Schaut rein und informiert Euch: Veranstaltungskalender
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„Gemeinsam in Vielfalt“ – Mehr als ein Fußballturnier
Düsseldorf, 18.12.2012
Gute Stimmung mit internationalem Flair herrschte in der Sporthalle der St. Dieter Forte Gesamtschule in Düsseldorf. Unter dem Motto „Gemeinsam in Vielfalt“ veranstalteten der Landesverband Nordrhein-Westfalen der djo – Deutsche Jugend in Europa und die interkulturelle Jugendorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen, Terno Drom e. V. ihr zweites Fußballhallenturnier in diesem Jahr.
So jubeln Sieger.
Über 100 jugendliche Spieler und begeisterte Zuschauer erlebten mehr als nur spannende und umkämpfte Duelle. Das Motto, „Gemeinsam in Vielfalt“ zeigte sich auch abseits des Spielfeldes. Spieler und Zuschauer bekamen ein buntes Programm geboten: Multikulturelle Mannschaften, eine Showeinlage mit indischem Tanz, professionelle Kinderbetreuung und leckeres Essen.

Die Mannschaft von „be young & roma“.
Viele Teams des bezahlten Fußballs sind in der Winterpause. Genau die richtige Zeit für ein Hallenfußballturnier, dachten sich die Verantwortlichen von „be young & roma“. Erst vor zwei Monaten hatte man in Düsseldorf-Benrath das Fair.Play.Together!-Turnier ausgerichtet. Der große Zuspruch zu dieser Veranstaltung und die hohe Nachfrage nach einem weiteren Fußballturnier, ließ die Organisatoren nicht lange zögern.

Schuss – Tor?
Sport ist Sport
Terno Drom war direkt mit zwei Mannschaften angereist. „So können alle Spieler gleich lang spielen, und wir müssen nicht wechseln. Die Fußballbegeisterung ist riesig. Wir sind heiß, da will keiner auf der Bank auf seinen Einsatz warten“, sagte Muhamed Feurer. Auch ein Turnier mit anderen Sportarten fände er für die Zukunft gut, „Basketball ist vorstellbar“.
Sein Gegner vom Krefelder Team, der 22-jährige Ricardo Sacirovic, sieht es genauso. Auf die Frage ob Interesse an Turnieren mit anderen Sportarten besteht, kommt ein spontanes, „Ja klar, Sport ist Sport.“

Das Team aus Krefeld.
„Tooor“ & „Goool“
Auch diesmal nahmen neben Spielern, deren Muttersprache deutsch ist, wieder junge Roma, sowie russisch- und türkischsprachige Jugendliche an dem Turnier teil. Die Krefelder Mannschaft, deren Spieler neben serbischen noch roma-Wurzeln haben, war mit zehn Spielern und einigen Fans angereist.
Die Internationalität merkte man auch am Torjubel, wenn anstatt des bekannten „Tooor“ schon mal „Goool“ gerufen wurde – so jubelt man etwa auf Russisch, Türkisch, Serbisch oder Romanes. Alle Mannschaften spielten auf Sieg und die Teams schenkten sich nichts. „Die Spiele sind umkämpft, aber es ist ein faires Turnier“, stellte Tiemo, einer der beiden Schiedsrichter, fest.

Freude am Tanz.
Indische Klänge in der Pause
Zwischen den Spielen gab es Auftritte von „Bollywood Dance“, einer Kindertanzgruppe, die von der Jugend Freizeiteinrichtung V24 gegründet wurde. Seit etwa drei Monaten unterrichtet die aus Indien stammende Tanzlehrerin Amina Karimani zwölf Kinder im Alter von 6-12 Jahren. „Die Kinder haben hier viel Spaß. An der Bewegung und der Musik“, bringt es Sevgi Dilber, eine Mutter, auf den Punkt.

Lachen bei der Kinderbetreuung.
Ohne freiwillige Helfer geht es nicht
Die professionelle Unterstützung spürte man überall. Sanela kümmerte sich in einer Spiele- und Bastelecke um die jüngeren Gäste des Turniers. Sie macht aktuell eine Ausbildung zur Erzieherin im Kindergarten. Als die Planungen für das Turnier begannen, erklärte sich Sanela spontan bereit, zu helfen. „Ich mache das hier ehrenamtlich, weil mir die Arbeit mit Kindern Spaß macht. Es ist ein schöner Job.“ Sanela ist in Deutschland geboren und hat mazedonische Wurzeln. Sie weiß, dass Integration bei den Kleinsten beginnen muss. „Bei solchen Veranstaltungen unterstütze ich gerne wieder.“
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Frisches und Gesundes zur Stärkung.
Alles frisch!
Großer Andrang herrschte am Essensstand. Am Morgen gab es belegte Brötchen und zum Mittag Pleskaviča (Hacksteak), Bauernsalat mit Käse und Fladenbrot. Mit geübten Handgriffen bereitete Kurtic Nesat vor den Augen der Gäste das Essen zu. Frische Zutaten wie Zucchini, Tomaten und Gurken verarbeitete er zu einem leckeren Salat mit Käse.
Kurtic Nesat kocht mit Leidenschaft und ist in der Gastronomie erfahren. Er hat schon bei vielen größeren Restaurants gearbeitet. „Ich koche gerne Gerichte aus dem asiatischen und europäischen Raum, aber auch traditionelle Speisen vom Balkan. Wichtig ist mir, dass die Zutaten immer frisch sind“, sprach er über seine Philosophie des Kochens.

Vom Profi zubereitet
Kurtic Nesat gehört dem islamischen Kulturzentrum der Roma in Düsseldorf an. Als die Vorbereitungen zum Turnier liefen, musste er nicht lange überlegen: „Ich kümmre mich ums Essen. Und als Dolmetscher kann ich bei Bedarf auch unterstützen.“

Die Kindertanzgruppe der Bollywood Dancer.
Wir haben noch viele Pläne
Getreu der alten Fußballerweisheit „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“, richten die Organisatoren den Blick in die Zukunft. „Die Nachfrage ist enorm, da kann man im nächsten Jahr sicher noch mehr machen. Die Ideen gehen uns nicht aus“, erklärte Merfin Demir, der Projektleiter von ,,be young & roma‘‘. Sami Dzemailovski ergänzte: „Ein Fußballturnier im Freien oder ein Sport-Wochenende mit verschiedenen Wettkämpfen. Das wäre toll. Aber wir planen auch Veranstaltungen in ganz anderen Bereichen. So gibt es viele, die an einer Theatergruppe oder einem Chor Interesse haben. Hier könnte man verstärkt auch Eltern mit einbeziehen.“ Integration geht eben jeden an!

Sport vereint!
Das Projekt ,,be young & roma“ dient der Gewaltprävention durch Integrationsarbeit. Es ist ein Kooperationsprojekt der djo – Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Nordrhein-Westfalen sowie der Interkulturellen Jugendorganisation von Roma und Nichtroma in Nordrhein-Westfalen, Terno Drom e. V. und der Städtischen Jugendfreizeiteinrichtung V24 der Landeshauptstadt Düsseldorf. Das Projekt wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie der Aktion Mensch gefördert.

Die Teams freuen sich schon aufs nächste Turnier.
Ergebnisse:
Die Plätze 1-3 belegten die Teams „Maghreb-Oberbilk“, „Roma Eltern-, Bildung- und Kulturverein in Krefeld“ und „Städtische Jugendfreizeiteinrichtung V24“.
Als bester Spieler wurde Christian Ling von Maghreb-Oberbilk ausgezeichnet. Die Pokale für den besten Torwart und den Torschützenkönig bekamen Rachid Amachichou und Muhamed Amachichou
Autor: Dr. Christian Kahl
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Landesjugendtag 2012 in Himmighausen: „Ich wünsche mir, dass es an einem trüben Tag in Lippe hier leuchtet“
Himmighausen, 27.11.2012
Rund 50 Teilnehmer trafen sich in der Gesamtdeutschen Bildungsstätte Himmighausen zum diesjährigen Landesjugendtag des Landesverbandes NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa. Das 2-tägige Zusammensein richtete den Blick ganz auf die Zukunft des Verbandes. Zum einen diskutierte man inhaltliche Themen, die in den nächsten Jahren vertieft werden, zum anderen lag das große Interesse der Teilnehmer auf der geplanten Neugestaltung des Hauses in Himmighausen.
Am Abend durfte gefeiert werden.
Die Planungen für eine umfangreiche Renovierung der Gesamtdeutschen Bildungsstätte Himmighausen laufen nun schon einige Zeit. Dem Vorstand des Landesverbandes NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa (djoNRW) war es gelungen Professor Kesseler von der FH Detmold dafür zu gewinnen.
Der Architekt in der Diskussion mit den Zuhörern.
Praktikabel muss es sein
Professor Thomas Kesseler lehrt an der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur. Zu Beginn der Überlegungen für ein „neues“ Himmighausen entwarfen seine Studenten vor über einem Jahr Pläne einer großzügigen Renovierung. Es entstanden Arbeiten, die alle ihren Reiz hatten und das Engagement und den Ideenreichtum der Studenten verdeutlichten. Doch sind es reale Tatsachen, die die Rahmenbedingungen eines Umbaus bestimmen. Und so entwarf Professor Kesseler selbst ein Gesamtkonzept für eine „neue“ Gesamtdeutsche Bildungsstätte Himmighausen. Die finanziellen Möglichkeiten, die notwendige Bettenzahl, sowie sicherheitstechnische Aspekte waren nur einige der festen Vorgaben seiner Überlegungen.
Auch der Eingangsbereich soll komplett neu gestaltet werden.
Mehr als ein Facelifting
Der Tagungsraum war bis auf den letzten Platz gefüllt und mit gespannter Stille folgten die Zuhörer dem Konzept. Hier und da sah man ein stummes Kopfnicken. Eine neue Eingangsachse mit Garderobe, ein Büro mit Nähe zu den Gästen, freundliche und mit modernster Technik ausgestattete Aufenthaltsräume ließen manchen träumen.
Auch die Wohnbereiche wurden in dem Konzept berücksichtigt. Sie sollen nicht nur auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sein, sondern auch für ältere Jugendliche und Seminargruppen attraktiv gestaltet werden. So sehen die Pläne von Professor Kesseler vor, dass Schränke in Nischen platzsparend angebracht und die Zimmer insgesamt wohnlicher werden. Doch nicht um jeden Preis wird hier alles erneuert. Der erfahrene Architekt zeigte sich als Realist. „Mit wenigen Handgriffen möchten wir die Zimmer neu gestalten. Wir schmeißen nichts weg, was nicht noch funktioniert“, brachte er es auf den Punkt und erntete damit große Zustimmung.
Die Zimmer sollen in Zukunft moderne Standards erfüllen, und so verfügen in dem neuen Konzept viele über einen direkten Zugang zu einer Dusche. Zudem sind für die Wohnbereiche zusätzliche Toiletten vorgesehen. Was Professor Kesseler auf dem Landesjugendtag den anwesenden djo’lern präsentierte, war mehr als ein Facelifting für Himmighausen. „Ich wünsche mir, dass es an einem trüben Tag in Lippe hier leuchtet“, brachte er seine eigenen Ansprüche für Himmighausen auf den Punkt.
Pläne vom Fachmann.
Auf dem Weg in die richtige Zukunft
Das vorgestellte Konzept fand breite Zustimmung. Einzelne Fragen wurden im Anschluss an die Präsentation noch gestellt und diskutiert, doch den Gesamtentwurf stellte niemand in Frage. Mit dem Umbau würde für die Gesamtdeutsche Bildungsstätte eine neue Ära beginnen. So sah es auch Heinz Vathauer, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins Gesamtdeutsche Bildungsstätte Himmighausen e.V.: „Es ist der Weg, der in die richtige Zukunft geht. Die Attraktivität des Hauses wird einen großen Schritt nach vorne machen.“ Nun gilt es noch den ein oder anderen zu überzeugen, der nicht live die Konzeptvorstellung erlebte.
Arbeitsgruppen und Diskussionen zur inhaltlichen Arbeit.
IKE: Das Profil des Landesverbandes
Das Konzept für eine „neue“ Bildungsstätte beschäftigte die Teilnehmer noch lange. Auch in den sich anschließenden Workshops, kam der ein oder andere immer wieder darauf zu sprechen. In drei Arbeitsgruppen diskutierte man auf breiter Basis das IKE-Konzept mit den Schwerpunkten Integration, Kultur und Europa. Dieses Konzept ist das Profil des djo – Landesverbandes NRW und wird auch in Zukunft seine inhaltliche Arbeit bestimmen. Die Teilnehmer sammelten dazu neue Anregungen und diskutierten Ideen für künftige Projekte. Darüber hinaus erörterten sie neue Möglichkeiten den Verband mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.
Hier war jeder im Takt.
Bunte Tanzgala am Abend
Als es am Abend zur djo Tanzgala ging, gab es manch erstauntes Gesicht. Viele djo’ler hatten sich herausgeputzt und Jeans und T-Shirt mit Anzug und Abendkleid getauscht. Ein Sektempfang und stilvolle Dekoration sorgten für ein stimmungsvolles und fröhliches Ambiente. Abwechslung gab es nicht nur bei den Tänzen, auch das Rahmenprogramm sorgte für Unterhaltung. Die Wahl einer Ballkönigin und eines Ballkönigs (Andrea Ulff & Shlemon Yoken) sowie die Prämierung des besten Outfits (männlich: Alfred Bannenberg, weiblich: Dagmar Bitz) waren dabei die Höhepunkte. Erst in den frühen Morgenstunden klang die lange Ballnacht in einer Disco aus.
Ballkönigin und Ballkönig.
djoNRW ist fit für die Zukunft
Der Landesjugendtag 2012 war ein Treffen, das seinen Fokus ganz auf die Zukunft der djoNRW konzentrierte. Ein saniertes Haus in Himmighausen und die weitere intensive inhaltliche Beschäftigung zu den Schwerpunkten Integration, Kultur und Europa (IKE) sind die großen Ziele, die angestrebt werden. Bei der Sanierung ist man natürlich auf externe Unterstützung angewiesen. Ein Antrag auf Förderung durch den Landschaftsverband Rheinland ist bereits gestellt.
Wenn es Neuigkeiten zu der Realisierung des Umbaus gibt, erfahren Sie es auf www.djonrw.de
Autor: Dr. Christian Kahl
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Neue Ausgabe der Windrose Intern nun auch online
Die Mitglieder des Landesverbandes NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa halten seit einigen Tagen die neue Ausgabe der Windrose Intern in ihren Händen.
Neben einem großen Interview mit unserer Schatzmeisterin, Annette Grave, gibt es einen ausführlichen Rückblick auf das 4. Kulturprojekt am Möhnesee sowie Berichte über die Aktivitäten in unseren Gruppen, Veranstaltungshinweise und anderes, was man wissen sollte.
Die Mitgliederzeitschrift der djoNRW ist aber auch bequem von jedem Rechner aus zu lesen. Öffnen Sie die Windrose Intern als pdf-Dokument hier.
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Tore, Punkte & Pokale beim ersten interkulturellen Fair.Play.Together! Fußballturnier
Düsseldorf, 21.10.2012
In der Dreifachsporthalle in Düsseldorf Benrath fand erstmalig das Fair.Play.Together! Fußballturnier statt. Insgesamt acht Teams kämpften um die besten Plätze. Das Besondere war die kulturelle Mischung der Mannschaften. Neben Jugendlichen, deren Muttersprache deutsch ist, nahmen auch junge Roma sowie russisch- und türkischsprachige Jugendliche an dem Turnier teil. Es war ein Forum der Vielfalt mit vielen Gewinnern.

Partystimmung auf der Tribüne.
Rund um das Schulgelände der Realschule Benrath herrschte absolute Stille, es war Sonntag. Doch in der Dreifachsporthalle sorgten rund 120 Teilnehmer, Fans und interessierte Gäste des ersten Fair.Play.Together! Fußballturniers für spannende Spiele und gute Laune.
Terno Drom, eine Landesgruppe der djoNRW hatte das interkulturelle Jugendfußballturnier organisiert. Es war eine Kooperation von „be young & roma“, einem Projekt zur Gewaltprävention durch Integrationsarbeit mit jungen Roma und „MIGoVITA“, einem Projekt, das Jugendliche beim Übergang von der Schule zum Arbeitsmarkt unterstützt.

Immer am Ball bleiben.
NRW – Heimat vieler Kulturen
Am späten Vormittag starteten die Kicker in ihren Wettstreit. Acht Mannschaften aus Nordrhein-Westfalen nahmen an dem Turnier teil und ermittelten in zwei Gruppen die vier Halbfinalisten. Neben Teams aus Düsseldorf waren auch Spieler aus Köln, Duisburg, Neuss oder Krefeld in die Benrather Dreifachsporthalle gekommen.
Die jungen Kicker kamen nicht nur aus unterschiedlichen Städten, sondern – was den Reiz der Mannschaften ausmachte – auch aus verschiedenen Kulturen. Das Team von Terno Drom war eine Roma-Mannschaft und die Spieler von Vatangücü hatten mehrheitlich türkischen Hintergrund. Doch es gab auch ganz gemischte Teams. So fanden sich etwa bei dem Team Joga Bonito deutsche, kurdische, türkische und Roma Kicker. Und die Benrather Lokalmannschaft hatte Spieler mit russischen, deutschen, marokkanischen, oder Roma-Wurzeln in ihren Reihen. Über sieben Sprachen waren auf und um das Spielfeld zu hören. Es war ein Forum der Vielfalt.

Organisatoren und Schiris hatte das Spielgeschehen fest im im Blick.
Kampf um die vorderen Plätze
Die Spiele waren fair, aber auch immer kampfbetont. Keine Mannschaft wollte die Punkte einfach so hergeben. Jeweils zehn Minuten dauerte ein Match. Danach gab es eine kleine Pause von wenigen Minuten. Darauf achteten die Schiedsrichter und die Organisatoren, die alles im Griff hatten. Auf die drei besten Mannschaften warteten die begehrten Pokale. Der Anreiz war da und die Teams heiß auf den Anpfiff.
Auszeit fürs Pressefoto.
Bis zum Mittag standen die Spiele der Vorrunde auf dem Programm. Bei der Gruppe A setzten sich Terno Drom und V24I durch. In der Gruppe B hatten sich Maghreb Düsseldorf und Kin Top Garath für die Halbfinals platziert. Alle Teams hatten gute und ausgewogene Leistungen gezeigt und so konnte man mit interessanten Endrundenspielen rechnen.

Die Spieler melden sich fürs Turnier an.
Partystimmung auf den Rängen
Die Stimmung in der Halle war super. Die Spiele erinnerten an den Straßenfußball früherer Zeiten und zeigten, wie bunt und lebendig Fußball sein kann. Auf dem Feld kämpften die Teams hart um jeden Ball und auf der Tribüne glich die Stimmung manchmal einer großen Party. Besonders in den kurzen Pausen wurde bei Musik getanzt. Hier wurde Integration gelebt.
Gut gelaunt und mittendrin - be young & roma
Ein Turnier mit dieser Beteiligung auf die Beine zu stellen, braucht gute Vorbereitung. „So etwas kann man nicht in wenigen Tagen organisieren, da waren schon einige Treffen und viele Telefonate notwendig. Aber die Zusammenarbeit von „be young & roma“ und „MIGoVITA“ klappte hier hervorragend, wir haben an alles gedacht“, erklärte Merfin Demir von Terno Drom. Gedacht wurde auch an das leibliche Wohl, keiner ging hungrig aufs Spielfeld.

Teambesprechung - an alles wurde gedacht.
Pokale und Auszeichnungen
Die Halbfinals und das Finale, die nach dem Mittag anstanden, versprachen Spannung und Tore. Wie man bereits in der Vorrunde gesehen hatte, waren alle Teams mit großen Ehrgeiz und einer hohen Erwartungshaltung an sich selbst angereist. Doch am Ende kann nur eine Mannschaft ganz oben stehen: Das Team Kin Top Garath setzte sich mit einem knappen 1-0 im Endspiel gegen Maghreb Düsseldorf durch. Beim Spiel um Platz drei behauptete sich Terno Drom mit einem 2-1 Sieg gegen V24I.
Der beste Spieler: Amin Bug
Neben denPokalen für die besten Mannschaften gab es am Ende noch weitere Auszeichnungen: Amin Bug wurde zum besten Torwart und Dalibor Demirovic aus Krefeld zum besten Spieler gekürt.
Der beste Torwart wird ausgezeichnet: Dalibor Demirovic
Ein Siegerteam und viele Gewinner
Teilnehmer, Zuschauer und Organisatoren waren mit der Veranstaltung sichtlich zufrieden. Das Turnier war sehr gut besucht und die jungen Kicker boten den Zuschauern spannende Spiele. Der Spaß und die Begeisterung am Fußball waren überall spürbar.
Auch wenn es bei einem Turnier nur einen Sieger geben kann, war es ein Erfolg für alle. Die sehr ausgeglichen besetzten Teams überzeugten durch gute Leistungen.
Angriff gegen Abwehr.
Keine Mannschaft konnte sich lange ärgern, dass man nicht den Pokal geholt hatte, denn die Chancen auf eine Revanche stehen gut. „Bei dieser Resonanz und der Begeisterung der Teams denken wir schon an die Fortsetzung des Turniers,“ sagte Merfin Demir. Wir dürfen gespannt sein, wer die Pokale beim 2. Fair.Play.Together! Turnier holen wird. Bei vielen Spielern hörte man am Ende oft den Satz: „Das nächste Mal holen wir den Pott!“

So freuen sich Gewinner.
Teilnehmende Mannschaften
Gruppe A: Vatangücü, V24I, Terno Drom, Krefeld
Gruppe B: Kin Top Garath, Joga Bonito, Benrath,

Terno Drom erkämpfte den 3. Platz!
Interessiert an den einzelnen Ergebnissen aller teilnehmenden Teams? Schauen Sie hier.
Die Pressemitteilung zur Ankündigung des Turniers mit weiteren Informationen und Hintergründen lesen Sie hier.
Autor: Dr. Christian Kahl
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4. Kulturprojekt der djoNRW: 200 Teilnehmer strahlen bei Spiel, Sport und Kultur am Möhnesee
Möhnesee, 20.05.2012
Nach einem 4-tägigen bunten Programm ging am Sonntag das 4. Kulturprojekt des Landesverbandes NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa zu Ende. Vom 17.-20. Mai gab es für die vielen Teilnehmer rund um den Möhnesee ein abwechslungsreiches Angebot aus Spiel, Spaß, Musik und Tanz.
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Mit Kanu und Tretboot erobern djo’ler den Möhnesee.
Die Jugendherberge am Möhnesee in Körbecke war bis auf den letzten Platz ausgebucht. Rund 200 Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene waren aus ganz Nordrhein-Westfalen angereist, um gemeinsam das 4. Kulturprojekt des Landesverbandes der djo – Deutsche Jugend in Europa (djoNRW) zu erleben. Wie immer bei Veranstaltungen der djoNRW stand das „Mitmachen!“ an erster Stelle.
Kreativität und Ideenreichtum kannte keine Grenzen.
Kultur: Brücke zwischen den Generationen
Der Landesvorsitzende der djoNRW, Christian Gradt, eröffnete am Donnerstag die Veranstaltung und gab einen Einblick in das Programm, was die vielen großen und kleinen Gästen in den kommenden Tagen erwarten sollte.

Gute Stimmung und viel Spaß gab es rund um den Möhnesee.
Das Motto des diesjährigen Kulturprojektes lautete „Kultur: Brücke zwischen den Generationen“. Entsprechend gab es zahlreiche Workshops, um Alt und Jung einander näher zu bringen. Bei Musik, Tanz, (Rollen-)Spiel und Theater oder beim Basteln und Werken oder bei den Aktivitäten am und auf dem Möhnesee standen die Generationen im engen Kontakt miteinander. Das gemeinsame Erleben, sich näher Kennenlernen sowie der Austausch von Erfahrungen und Meinungen stand im Vordergrund.
Richtiges Paddeln muss vorher geübt werden.
Möhnesee – Ein Paradies für junge und jung gebliebene
Die Organisatoren hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Für jeden sollte etwas dabei sein. Dieser Anspruch bestätigte sich in den vier Tagen und die Teilnehmer erlebten nicht nur das Kulturprojekt, sondern gestalteten es aktiv mit. Besondere Highlights warteten auf die Gäste am Samstag. Bei sommerlichen Temperaturen standen Fahrten und Aktivitäten an und auf dem Möhnesee an.
Ein ungewöhnlicher Spaß: Mit dem Donut über den See.
Die Entscheidung, woran man teilnehmen sollte, fiel dem Einzelnen bei der Auswahl nicht leicht: Was soll ich machen? Mit einem Donut über den Möhnesee oder nehme ich doch das altbewährte Tretboot oder ein Kanu? Oder lass ich mich ins Segeln einweisen und vertraue dem Wind? Oder setzte ich meine Geschicklichkeit ein und baue ein Floß, mit dem ich den Möhnesee erkunde?
Beim Floßbauen helfen alle mit.
Wassersport ist nasser Sport
Mit selbstgebauten Flößen trauten sich einige Mutige aufs Wasser. Schnell wussten die fleißigen Floßbauer: Es wird nass! Aber das ließ keinen von ihnen zweifeln und brachte bei Sonnenschein zusätzlichen Spaß. Mit Rettungsweste ausgerüstet und einer erfahrenen Begleitung stach man trotzdem „in See“.
djo’ler stechen auf selbst gebauten Flößen in See.
Spaß, Kultur und Erholung für die ganze Familie
Die gebotene Vielfalt weckte auch die Neugierde mancher Besucher. Neben den Aktivitäten auf dem Wasser unterhielten verschiedene Gruppen der djoNRW. So bot der Folklorekreis Gütersloh in seinen traditionellen Trachten Musik und Tanz.
Der Folklorekreis Gütersloh zeigte am Möhnesee traditionelle Volkstänze.
Und wer es etwas moderner mochte, konnte die Darbietungen des Kinder-Musik-Theaters ‚Der Spaß’ aus Köln verfolgen. Die Gruppe trat im Rahmenprogramm der German Masters im Segway-Polo auf, die an diesem Tag ebenfalls am Möhnesee stattfanden.
Am Rande der German Masters im Segway-Polo: eine Runde um den Platz drehen
Kulturprojekt der djoNRW – eine bewährte Veranstaltung
Die meisten der rund 200 Teilnehmer nahmen nicht zum ersten Mal an dem Kulturprojekt teil. Etwa alle zwei Jahre veranstaltet die djoNRW ihr Kulturprojekt bei dem neben den vielen unterschiedlichen Kulturgruppen auch alle musisch-interkulturell Interessierten des Landesverbandes mitwirken. Mit dem Kulturprojekt möchte die djoNRW Traditionen erhalten, aber auch weiterentwickeln und sich dabei modernen Kulturformen öffnen.

Mit Neugierde und Spannung verfolgten die Kids das Geschehen!
Die Kulturprojekte haben 2005 die Nachfolge der musischen Landesspiele angetreten, die seit der Gründung der djo 1951 jährlich stattfanden. Nach Münster, Xanten und Bad Honnef fiel die Wahl in diesem Jahr auf den Möhnesee als Veranstaltungsort. Eine Entscheidung die richtig war. Das zeigten die strahlenden Gesichter aller Teilnehmer und am Ende wurde eifrig diskutiert wann und wo das nächste Kulturprojekt stattfinden soll.
Autor: Dr. Christian Kahl
Fotos: Dr. Christian Kahl (1, 4-9) / Herbert Schnalle (2, 3)
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Landesjugendtag 2011: Eine Reise durch die Kulturen
Himmighausen, 28.11.2011
Es ist ein fester Termin, auf den sich die Mitglieder der djo-Deutsche Jugend in Europa jährlich freuen. Der Landesverband NRW lud zum Landesjugendtag (LJT) 2011 ein. Die 2-tägige Veranstaltung lockte rund 50 Mitglieder und Freunde der djoNRW in die Gesamtdeutsche Bildungsstätte nach Himmighausen. Ein abwechslungsreiches Programm und viele Entscheidungen prägten Veranstaltung.
Für das Programm am Samstag waren in diesem Jahr die Mitglieder des djo KV Duisburg verantwortlich und sie hatten sich wirklich Mühe gegeben. Das Motto hieß: Ach, du grüne Neune! Dazu hatten sich die djo’ler aus Duisburg etwas ganz besonderes einfallen lassen: Es gab neun Aktionen zum Kennenlernen der verschiedenen Kulturen! Mit Tanz und Kultur, Geschichte und Leckereien, Bildern und Aktionen stellten sich verschiedene Kulturen von Gruppen der djoNRW vor.
Kulinarische Weiterbildung
Anders als in früheren Jahren verteilten sich die Mitglieder nicht auf fest zusammengesetzte Gruppen, sondern konnten nach Lust und Laune diverse Stationen besuchen. Das nutzte jeder und ständig waren an den Stationen neue Gesichter anzutreffen.
Spannende Informationen und Hintergrunddetails boten die Stände der einzelnen Gruppen der djoNRW in den Tagungsräumen. Was haben Assyrer mit Babylon zu tun? Woher stammen Roma ursprünglich? Und was sind eigentlich Prjaniki? Die letzte Frage wurde in der kulinarischen Ecke beantwortet, wo sich eine Vielzahl von Landesspeisen dem interessierten – oder hungrigen – Besucher bot.
Anziehungsmagnet kurdischer Tanz
Großer Beliebtheit erfreute sich der kurdische Tanz. Hier war nicht nur Zuschauen angesagt, sondern auch Mitmachen. Sertac Uyar von der Gruppe Komciwan brachte den interessierten djo’lern einen kurdischen Volkstanz aus der Provinz Wan bei. Diese Region im Osten der Türkei ist den meisten bisher nur durch das schlimme Erdbeben im Oktober bekannt gewesen. Der 21-jährige tanzt seitdem er laufen kann und begann Folkloretanz schon mit sechs Jahren. War die Schrittfolge anfangs doch für den ein oder anderen etwas schwer, überwog bei allen der Spaß am gemeinsamen Tanz.
Schattenspiele der besonderen Art
Das Abendprogramm brachte ein besonderes Highlight: Das ‚Theater der Dämmerung’ zeigte das Schattenspiel „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. In etwa 50 Minuten erlebte das Publikum eine Geschichte, die mal lachen ließ, aber auch zum Nachdenken anregte, denn das Märchen handelt nicht zuletzt von der Hoffnung auf Veränderung.
Das Schattenspiel zog alle Zuschauer von der ersten Sekunde an in seinen Bann. Es war rundum eine Aufführung, die die Phantasie beflügelte und Neugierde weckte – auch wie es hinter den Kulissen aussieht. Als die beiden Künstler am Ende Alle zu einem Blick hinter die Bühne einluden, war der Ansturm groß. Jeder wollte sehen, wie die Schatten und das Bühnenbild in Wirklichkeit aussehen.
Sonntag – Wahltag
Mit einem Rückblick des Landesvorsitzenden, Christian Gradt, auf das Landesfest in Oer-Erkenschwick und den Integrationskongress in Wuppertal wurde am Sonntag die Versammlung der Delegierten eröffnet. Wichtige Abstimmungen sollten den Verlauf dieses Vormittags bestimmen. Der Vorstand wurde erneut gewählt und es galt über zwei Aufnahmeanträge zu entscheiden.
Neue BAMF-Förderung: „be young and roma
Vor den wichtigen Abstimmungen wurde ein Blick in die Zukunft und auf aktuelle Projekte geworfen. Die gute und anerkannte Arbeit der djoNRW verdeutlicht etwa die regelmäßige Projektförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Jüngstes djoNRW Projekt, das eine BAMF-Förderung erhält ist „be young and roma“. Hierbei handelt es sich um ein lokales Mentoringprojekt im Raum Düsseldorf, dass die Integration junger Roma verfolgt. Merfin Demir, einer der Initiatoren und aktiv bei Terno Drom konnte schon von ersten Erfolgen des Projekt berichten.
Himmighausens Zukunft
Großes Interesse gab es bei dem Thema, wie das djo-Haus in Himmighausen, die Gesamtdeutsche Bildungsstätte, attraktiver werden kann. Hierzu holte man sich nun professionelle Unterstützung: Fünf Studentinnen der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur befassen sich im Rahmen ihres Studiums mit der Umgestaltung der Bildungsstätte.
Ende Dezember soll eine erste Präsentation erfolgen und im kommenden Sommersemester wird die realistische Planung erfolgen – in einem Wettbewerb mit engen Rahmenbedingungen. Das Ziel ist der Umbau im Sommer 2013, was für das Haus eine Schließzeit für drei Monate bedeuten würde. Man darf gespannt sein.
Die Wahlen: Bestätigung einer guten Arbeit
Nach soviel guten Nachrichten, die den Weg der djoNRW bestätigen und die Zukunft im Visier haben, standen die Abstimmungen an. So entspannt, wie das gesamte Wochenende, verliefen auch diese. Alle Abstimmungen waren einstimmig! Für die nächsten zwei Jahre wird erneut Christian Gradt den Landesvorsitz übernehmen. Es stellte sich kein Gegenkandidat, was auch als stille Anerkennung seiner vergangenen Amtszeit gewertet werden kann. Gleiches gilt für Annette Grave, die erneut im Amt der Schatzmeisterin bestätigt wurde. Zu den stellvertretenden Landesvorsitzenden wurden Tatjana Weber und Sanharib Simsek gewählt. Auch sie waren keine unbekannten, denn sie gehörten in den vergangenen zwei Jahren bereits dem Vorstand an.
Spannender waren die Wahlen für die Beisitzer im Landesvorstand. Hier werden künftig drei neue Gesichter die Arbeit unterstützen und mit gestalten: Elena Ulitin, Luisa Kinzel und Dana Richter.
Für die Delegierten war der Sonntagvormittag ein kleiner Wahlmarathon, denn weitere wichtige Entscheidungen mussten getroffen werden. Zum Ersten und Zweiten Kassenprüfer wurden Andreas Josko und Klaus Berg gewählt. Ihre Vertreter sind Tim Leiwesmeier und Stefanie Gradt. Das Schiedsgericht wird in den kommenden zwei Jahren von Hedda Kretsch, Barbara Schoch und Peter Neiß besetzt.
Neue Gruppen: Terno Drom & Komciwan
Den Entscheidungen über das Personal folgte die Abstimmung über die Aufnahme von zwei neuen Gruppen: Terno Drom und Komciwan. Beide haben in der Vergangenheit bereits eng mit der djo zusammengearbeitet und ihre anwesenden Vertreter waren für die meisten keine neuen Gesichter.
Merfin Demir, der bereits durch das BAMF-Projekt „be young and roma“ bekannt war, stellte Terno Drom vor. Dabei handelt es sich um eine interkulturelle Jugendorganisation von Roma und Nicht-Roma in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Terno Drom engagiert sich im Bereich der Bildung und des Abbaus von Diskriminierung.
Komciwan, die ebenfalls einen Antrag auf Aufnahme in die Landesgruppe NRW stellten, ist mit der djo schon lange in engem Kontakt. Rojin Cengiz und Sertac Uyar, der bereits am Samstag die Anwesenden mit kurdischem Tanz begeisterte, stellten den Delegierten ihre Gruppe vor. Seit 2004 ist die kurdische Gruppe Komciwan Mitglied der djo auf Bundesebene. In Nordrhein-Westfalen möchte Komciwan nun verstärkt die Integration von kurdischen Kindern und Jugendlichen forcieren.
Es gab von den interessierten Delegierten einige Nachfragen zu beiden Gruppen und die abschließende Abstimmung verlief – wie so vieles an diesem Tag – einstimmig. Alle waren sich einig, dass die djoNRW der richtige Partner für die neuen Gruppen ist.
Ein Ausblick auf das nächste Jahr beendete den Landesjugendtag. Das Großprojekt der djoNRW in 2012 ist zweifellos das Landeskulturprojekt: Vom 17.-20. Mai wird in der Jugendherberge am Möhnesee wieder bewiesen, wie bunt die djoNRW ist.
Autor/Fotos: Dr. Christian Kahl

60 Jahre djo in Nordrhein-Westfalen!
Es war bunt in Oer-Erkenschwick!
Unsere große Geburtstagsfeier zum 60-jährigen Bestehen der djo – Deutsche Jugend in Europa liegt nun schon wieder einige Tage zurück.
Es war ein gelungenes Fest und der Landesvorstand dankt Allen, die dazu beigetragen haben: Den vielen fleißigen Helfern, den Akteuren bei den Spielen und Ständen, den Ehemaligen, die aus ihrem privaten Archiv viele interessante Dokumente mitbrachten und uns so zeigten, welch spannenden und abwechslungsreichen Weg die djo in ihrer Geschichte hinter sich hat. Wir danken den Gruppen und einzelnen Darstellern, die uns mit Tanz, Gesang, Musik u.v.m. so gut unterhalten haben.
Mit wenigen Worten: Wir danken allen, die mit guter Laune zum Gelingen unserer Geburtstagsfeier beigetragen haben!
Dass unser Fest auch in den Augen der externen Presse Anerkennung fand, könnt Ihr hier nachlesen. Den ähnlichen Beitrag im Internet gibt es natürlich auch hier.
In wenigen Tagen findet Ihr auf unserer Homepage einen weiteren Beitrag und Fotos, damit Ihr Euch noch lange an den 60. Geburtstag der djoNRW erinnert!
Für uns alle gilt: Weiter so! Es macht Spaß mit Euch zu arbeiten und zu feiern!
Euer Landesvorstand
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Staatssekretärin Kaykin fand bei ihrer Ansprache treffende Worte
„Ihr habt den richtigen Weg gewählt“
Staatssekretärin Zülfiye Kaykin begrüßte 250 Jugendliche und Gäste zum 60-jährigen Jubiläum der djoNRW
Oer-Erkenschwick, 24.09. 2011
Der Landesverband NRW der djo – Deutsche Jugend in Europa feierte am 24. September in Oer-Erkenschwick seinen 60. Geburtstag. Rund 250 Gäste nahmen an dem bunten Programm teil. Die Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Frau Zülfiye Kaykin, hatte die Schirmherrschaft übernommen und war persönlich zur Eröffnung aus Düsseldorf angereist.
Schon auf dem Parkplatz merkte jeder, hier findet etwas Großes statt: Unzählige Autos, deren Nummernschilder ganz Nordrhein-Westfalen repräsentierten, Jugendliche und Erwachsene in traditionellen Trachten sowie Tanzgruppen in modernem Outfit fanden sich rund um das auf dem Gelände des Salvador-Allende-Hauses in Oer-Erkenschwick ein. Es bestand kein Zweifel, hier im nördlichen Nordrhein-Westfalen sollte das 60-jährige Bestehen des Landesverbandes der djo – Deutsche Jugend in Europa gefeiert werden.

Spaß beim ‚Bungee run’
Buntes Programm
Was für den 24. September in Oer-Erkenschwick angekündigt war, lockte viele Mitglieder. Auf dem Programm standen Sing- und Tanzauftritte von Gruppen oder Einzelakteuren sowie die Möglichkeit, sich an den Großspielgeräten ‚Bungee run’ und ‚Lebendkicker’ sportlich zu betätigen. Daneben luden aufgebaute Buden zum Kinderschminken, Malen oder Basteln ein. Zur Erfrischung gab es Cocktails für alle – natürlich alkoholfrei! Auch die Sonne spielte mit und zeigte sich den ganzen Tag, was die Laune zusätzlich hob.
Integration geht alle an
Mit großer Spannung warteten alle auf die Begrüßungsrede der Schirmherrin, der Staatssekretärin für Integration beim Minister für Arbeit, Integration und Soziales und Vorsitzende des Landesbeirates für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen des Landes Nordrhein-Westfalen, Frau Zülfiye Kaykin. Sie übermittelte die ausdrücklichen Grüße und Glückwünsche des Ministers für Arbeit, Integration und Soziales, Guntram Schneider, der wegen anderer politischer Verpflichtungen leider verhindert war.
Die Staatssekretärin betonte, dass sie die Schirmherrschaft für dieses schöne Landesfest gerne übernommen habe, da sie die Ziele der djo unterstütze. „Erfolgreiche Integration ist gerade in der heutigen Zeit eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung und die Auseinandersetzung mit diesem Thema ist zukunftsweisend“, stellte sie heraus. Das große Angebot der djo in diesem Bereich und die Toleranz, die man hier vorlebt, seien beispielgebend.

Traditionelle Trachten und Tanz, den man sonst heute nur selten erlebt
Ein Programm der Gegensätze
Im Anschluss an die Grußworte der Staatssekretärin Zülfiye Kaykin, des Landesvorsitzenden Christian Gradt sowie des Bundesvorsitzenden Thomas Hoffmann, der extra aus Berlin angereist war, folgten drei kurze Aufführungen, die die Vielfalt der djoNRW betonten. Auf einen traditionellen deutschen Volkstanz der djo-Gruppe ‚Die Klingende Windrose’ folgte eine Darbietung des Kinder-Musik-Theaters ‚Der Spaß!’, eine Gruppe, die aus Kindern und Jugendlichen aus der ehemaligen Sowjetunion besteht. Danach trat die kurdische Sängerin Misgin Kilic mit poppigen Rhythmen auf. Sie wurde begleitet von einer Band des kurdischen Kinder- und Jugendverbands ‚Komciwan’.
Hier wurde deutlich, was die Staatssekretärin in ihrer Rede angesprochen hatte: Die djo ist heute ein bunt gemischter Zusammenschluss junger Menschen, die im gegenseitigen Austausch nicht nur die Gruppe, sondern unsere ganze Gesellschaft bereichern.

Der Landesvorsitzende führt die Staatssekretärin durch die Geschichte der djo
Ein Rundgang durch die Vergangenheit
Die Schirmherrin ließ es sich die nicht nehmen, das breite Unterhaltungsangebot auf dem Gelände zu besuchen. Sie war beeindruckt, was hier auf die Beine gestellt worden war. Besonderes Interesse zeigte die Staatssekretärin an der Ausstellung „60 Jahre djo in Nordrhein Westfalen“ und betonte: „Die djo – Deutsche Jugend in Europa ist Sinnbild des politischen Wandels in den vergangenen sechs Jahrzehnten.“ In dieser langen Zeit habe man – nicht ohne Widerstände – die Anpassungsfähigkeit an veränderte Situationen bewiesen. Staatssekretärin Kaykin hob hervor, dass die djo in ihrer langen und wechselhaften Geschichte einen Weg gewählt habe, der ihr richtig erschienen sei.
Autor: Dr. Christian Kahl
Fotos: Stefanie Gradt
djo - Deutsche Jugend in Europa