65 Jahre Einheit in Vielfalt – ein Auftrag für die Zukunft!

13.04.2016

Am 10.04.2016 feierte die djo-Deutsche Jugend in Europa ihr 65-jähriges Jubiläum im Rahmen eines Festakts in Berlin. Im Vorfeld diskutierten fast 100 Delegierte und Gäste auf dem Bundesjugendtag u.a. über Menschenrechte, Zuwanderung sowie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und beschlossen daraufhin die „Berliner Thesen“, ein richtungsweisendes Grundsatzpapier. Auch nach 65 Jahren schaut die djo-Deutsche Jugend in Europa nach vorne und stellt sich Herausforderungen, insbesondere in der Arbeit mit jungen Geflüchteten. 

„Ganz besonders im Licht Ihrer bisherigen erfolgreichen Arbeit bitte ich Sie an dieser Stelle, mit Ihrer wertvollen Tätigkeit fortzufahren. Lassen Sie nicht nach, sich für Integration, Toleranz und ein demokratisches Werteverständnis einzusetzen! Gerade vor dem Hintergrund der andauernden Flüchtlingskrise ist Ihr weiteres Engagement in Zukunft genauso notwendig wie in der Vergangenheit.“, so Hartmut Koschyk, Beauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten in seinem Grußwort. 

Mit Gästen aus Politik, Ministerien und dem Feld der Jugendarbeit diskutierten junge Menschen aus der djo-Deutsche Jugend in Europa in einer Fishbowl-Diskussion dann konkret zu der Frage: „jung.zugewandert.engagiert. – Welche Rahmenbedingungen brauchen wir?“. Neben Herrn Koschyk diskutierten Lisi Maier vom Deutschen Bundesjugendring, Dr. Dorothee Schlegel aus der SPD und Thomas Thomer vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

Der mit jeweils 1.000 Euro dotierte Förderpreis „65 Jahre djo-Deutsche Jugend in Europa“ wurde während der Feierlichkeiten an vier Projekte von djo-Mitgliedsorganisationen verliehen: An die Jugendgruppe grenzenlos des djo-Landesverbandes Bayern, die Theatergruppe R.I.F. des djo-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, an die Bundesgruppe KOMCIWAN und an EastWest e.V. vom djo-Landesverband Sachsen. 

Zum 61. Bundesjugendtag trafen sich am 08. und 09.04.2016 fast 100 Delegierte, Gäste und Freunde der djo-Deutsche Jugend in Europa in Berlin. In einem Open Space konnten sich die Teilnehmer_innen zu selbst gewählten Themen austauschen, darunter auch „Verbandsentwicklung“, „Identität im Verband“ und „Antirassismusarbeit“. Im Mittelpunkt standen jedoch die „Berliner Thesen“, die unter anderem Standpunkte zur Unterstützung junger Zuwanderer_innen, Einsatz gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und ein Zusammenwachsen Europas beinhalten. 

 

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Kontakt:

Sarah Gräf
Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
djo-Deutsche Jugend in Europa, 
Bundesverband e.V.
Tel: 030 / 446 778-12
sarah-graef@djo.de
www.djo.de 

 

Die djo-Deutsche Jugend in Europa ist ein anerkannter freier Träger der Jugendhilfe und setzt sich für ein ge¬eintes, demokratisches Europa ein, in dem der trennende Charakter von Grenzen überwunden ist. Im Rahmen ihrer Jugendarbeit fördert sie die kulturelle Betätigung von jungen Zuwander_innen als Mittel der Identitätsstiftung und Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilhabe. In den Bereichen Internationaler Jugendaustausch, Kulturelle Bildung und Integrationsarbeit organi¬siert die djo-Deutsche Jugend in Europa auf Versöhnung und Verständigung ausgerichtete Austausch- und Begegnungsmaßnahmen insbesondere mit den ostmittel-, ost- und südosteuropäi-schen Ländern. Weitere Schwerpunkte ihrer Arbeit sind der Einsatz für die weltweite Ächtung von Vertreibungen und das Engagement für die sozialen, politischen und kulturellen Rechte von Geflüchteten und Vertriebenen.