Wasserrugby und Erlebnispädagogik

Seit Mai 2016 hat der djo-Landesverband Schleswig-Holstein e.V. engen Kontakt zu den jungen Geflüchteten, die in Eutin in der Waldstraße von der DRK Eutin betreut werden. Dort wohnen bis zu 15 männliche Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren. Seitdem waren immer wieder einige Einzelne bei uns auf den Maßnahmen – entweder auf der Internationalen Freizeit oder auf unseren Sommerfreizeiten. 

Da die Abwechslung in ihrer Unterkunft nicht besonders groß ist, hatten wir überlegt, ob wir nicht ein Event für alle Jungs aus der Einrichtung Waldstraße organisieren könnten. So war schnell die Idee für einen erlebnispädagogischen Tag geboren. Und mit Hilfe einer Mikroförderung – organisiert durch den djo-Bundesverband – konnten wir aus dieser Idee zwei Tage mit Übernachtung, also einen kleinen Miniurlaub vom Alltagstrott machen. 

Laut Herrn Grotzeck, der  Leiter ihrer Unterkunft, waren sie die Tage vorher schon aufgeregt und freuten sich riesig auf Bosau. Die, die das Haus kannten, freuten sich wieder zu Besuch zu sein, um den Anderen endlich das zu zeigen, von dem sie so oft erzählt hatten. 

Gut gelaunt kamen alle 12 der zur Zeit dort untergebrachten Jugendliche mit ihren zwei Betreuern am Dienstagnachmittag in Bosau an und brachten auch gleich den Sommer mit. Endlich warme Temperaturen. Nach dem Kennenlernen des erlebnispädagogischen Trainers ging es auch ziemlich schnell ins Wasser. Und Wasser blieb bei diesem endlich schönen Sommerwetter auch das Hauptthema an diesen zwei Tagen. Am ersten Tag probierten sich die Jungs im Kanadierfahren aus. Zum Ende des Nachmittages wurde noch eine Runde „Wasserrugby“ gespielt. Am Abend wurde dann gegrillt. Anschließend wurde getanzt. Das war eigentlich nicht so geplant, aber an diesem Abend war auch der Flüchtlingshilfeverein Bosau da und hat bei uns ein Sommerfest durchgeführt. So hatten die Jugendlichen die Gelegenheit ihre Freunde aus der Schule, aber auch andere junge Geflüchtete zu treffen und mit ihnen zu feiern und ihre eigenen traditionellen Tänze zu tanzen.

Am nächsten Tag sollte eigentlich geklettert werden, aber die Jugendlichen wollten lieber wieder ins Wasser. So wurde kurzerhand das Programm umgestellt und es gab Stand-Up Paddling. "Besser als Kanadierfahren" war das eindeutige Feedback. Die Jungs waren kaum aus dem Wasser zu bekommen, als es Zeit zum Mittagessen wurde. Nach der Mittagspause wurde zum Abschluss der zwei Tage von allen Jungs gemeinsam noch ein Floß gebaut und natürlich auf Seetüchtigkeit ausprobiert – und es hielt. 

 

Kontakt: 

djo-Deutsche Jugend in Europa, 
Landesverband Schleswig-Holstein
Claudia Spindler
Telefon:    04527 9802 
E-Mail:    info@djo-sh.de