Natur pur - Ein Erlebniswochenende

Vom 14. bis 16. Juli waren wir für ein erlebnispädagogisches Wochende mit Kindern aus Deutschland und Tschetschenien in Porschdorf in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Zunächst spielten wir einige Kennenlernspiele, um Namen und Eigenschaften der Teilnehmer_innen einzuprägen.  Nach einem kurzen Abendbrot starteten wir mit dem ersten Teil des Workshops. Dabei wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt. Ziel war es, Stärken und Schwächen jedes/jeder Einzelnen herauszufinden indem sie diese mithilfe pantomimischer Darstellung präsentierten. Am Ende konnte jeder die Stärken und Schwächen seiner Team-Kollegen vortragen und an einer Schnur befestigen. Diese Schnur sollte uns während des gesamten Aufenthaltes vor Augen führen was wir als Stärken nutzen können und was wir ändern können. Im Anschluss filterten wir durch eine Art „Speed-Dating“ Gemeinsamkeiten heraus. Dafür hatten die Teilnehmer_innen je 30 Sekunden Zeit ein kleines Gespräch zu führen. Interessante Eigenschaften wurden als Gemeinsamkeiten identifiziert, z.B. Vorlieben, wie Schlafen, Farben, Sportaktivitäten, wie Judo und Boxen und vieles mehr. Diese Gemeinsamkeiten sollten die Teilnehmer_innen nutzen, um sich besser kennenzulernen.

Der Samstag begann mit einem Frühstück und dem Zusammenstellen eines Lunchpakets. Da es geregnet hat, konnten wir leider nicht, wie geplant an einem Naturfels klettern. Das hat uns aber nicht davon abgehalten, uns körperlich zu betätigen. Als Alternative sind wir in den Hochseilgarten nach Königstein gefahren und konnten uns dort auspowern. Die Kinder hatten die Möglichkeit, an Felswänden hochzuklettern, Trampolin zu springen und den Hochseilparcour zu meistern. Einige Teilnehmer_innen hatten noch gar keine Klettererfahrung und Angst vor der Höhe. Obwohl sich alle noch nicht sehr gut kannten, halfen sie sich sofort gegenseitig. Probleme und Zweifel wurden von den Teilnehmer_innen eigenständig beseitigt. Gegen 17 Uhr begann die Vorbereitung des Abendessens. Einige Teilnehmerinnen haben fleißig angepackt und eine gesunde Spaghetti Bolognese gezaubert. Danach wurden Marshmallows am Lagerfeuer gegrillt, bevor es ins Bett ging.

Am Sonntag packten wir unsere Sachen und verließen die Ochelbaude, um unseren Paddel-Guide in Bad Schandau zu treffen. Wir paddelten zunächst 16 km bis Rathen und machten dort eine Grillpause mit Würstchen und Grillkäse. Im Anschluss ging es weiter zur Endtsation in Wehlen. Als alle den Takt verinnerlicht hatten, wurde das Paddeln zu einem entspannten und sonnigen Erlebnis. 

Kommentare der Teilnehmer_innen:

Michelle: Das Paddeln war schön mit den Pausen. Das Klettern ist auch cool gewesen, auch wenn wir nicht an der Felswand klettern durften. Der Workshop hat sehr viel Spaß gemacht!

Karina: Ich fand es schön ein Wochenende in der Ochelbaude zu verbringen und auch, dass Leute dabei waren, die ich schon kannte und auch die ich noch nicht gekannt habe. Ich fand es sehr schade, dass wir nicht im Gebirge klettern konnten, weil es geregnet hat. Und am schönsten war, dass wir uns alle gut verstanden haben und dass schon am ersten Tag wir alle zusammengehalten haben und nie jemanden alleine ließen.

Yasmina: Mir hat die Paddeltour am besten gefallen. Auch das Grillen der Marshmallows war toll.

Deni: Am coolsten war das Klettern. Aber mir hat auch das Lagerfeuer gefallen, da ich Michi beim Anmachen helfen durfte.

 

Marina Ewert /  Haus der Begegnung e.V.
Mitglied im djo-Landesverband Sachsen

 

Ein Projekt aus der Förderung "Grenzenlos Willkommen" der djo-Deutsche Jugend in Europa, Bundesverband e.V.