#gesichterderdjo / Johannes für den djo-LV BaWü

 „Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie wenig oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus.“ – Oliver Hassencamp 
 

Ich heiße Johannes Krispin und bin 19 Jahre alt. Seit jeher lebe ich in der Stadt Wendlingen am Neckar, ca. 30 km südlich von Stuttgart. Hier ging ich zur Schule und bestreite mein zurzeitiges Studentenleben. Neben meinem Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen verlassen mich meine Hobbies, die ich seit der Grundschule habe, nicht. 

In der ersten Klasse lernte ich die akustische Gitarre zu spielen, doch schon bald zog es mich zu etwas ganz anderem. In der vierten Klasse begann ich Saxophon zu spielen und das mache ich auch immer noch. Ausgebildet im klassischen Bereich, bediene ich mittlerweile so ziemlich jedes Genre. Das Saxophon begleitete mich ins Musikabitur und auch zu „Jugend musiziert“. Zusätzlich begann in der ersten Klasse auch meine Gesangskarriere in einem Kirchenchor. Man sieht: Alles ziemlich musikalisch, was mich auch bis jetzt prägt, siehe den 72.367 Minuten Musikstreaming im Jahr 2018, den zahlreichen Auftritten oder meine Instrumentensammlung, welche sich stetig in jeder Instrumentensparte erweitert. 

Doch nicht nur musikalisch, sondern auch tänzerisch ist mein Leben. Meine Vorfahren stammen aus dem Banat (heutiges Rumänien) und sind mit vielen anderen nach Deutschland ausgewandert. Die Kultur haben die Banater Schwaben mitgebracht und so entwickelten sich hauptsächlich in Süddeutschland Gemeinschaften und darunter auch Tanzgruppen, welche die traditionellen Tänze des Banats tanzen und mit den wunderschönen Trachten das Kulturerbe dieses Volkes durch die Generationen tragen. 

Meine Mutter leitet eine dieser Gruppen: die Banater Schwaben Kreisverband Esslingen/Wendlingen. Ich wurde sozusagen tanzend geboren und bin, seitdem ich denken kann, Teil dieser Gruppe, was mir eine wunderschöne Kindheit mit Freizeiten, jahrelange, auch außerstädtische und internationale Freundschaften bescherte. Neben meiner Tätigkeit als Mitglied der Gruppe übernehme ich mit meiner Jugendleiterausbildung oft die Leitung – sowohl bei der Kindergruppe als auch bei der Jugendgruppe. Zudem bin ich als Delegierter zuständig für die Stellvertretung der Gruppe im Kreisjugendring Esslingen e.V. 

Die Mutterorganisation der Banater Schwaben KV Esslingen ist die Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V., welche ein Mitglied der djo – Deutsche Jugend in Europa ist. Meine Mutter arbeitet schon jahrelang mit dem Landesvorsitzenden der djo-Baden-Württemberg zusammen, wodurch eine langjährige Freundschaft entstanden ist. Zu den oben genannten Freizeiten gehörten auch solche der djo- Baden-Württemberg in den verschiedenen Freizeithäusern, wo ich zum ersten Mal mit der djo – Deutsche Jugend in Europa in Kontakt trat. 

Die djo – Deutsche Jugend in Europa war ein stetiger Begleiter meines Lebens und ermöglichte auch unserer Gruppe Projekte durch die Förderprogramme. Doch nicht nur in meiner Kindheit trat ich mit der djo – Deutsche Jugend in Europa in Kontakt: 2018 schloss ich ein Praktikum in der Geschäftsstelle der djo – Deutsche Jugend in Europa Baden-Württemberg ab, um die Arbeit einmal hautnah mitzuerleben und meine Erinnerungen wieder einmal aufzufrischen. Im Frühjahr 2019 besuchte ich den Bundesjugendtag der djo – Deutsche Jugend in Europa in Berlin als Delegierter der DBJT (Deutsche Banater Jugend und Trachtengruppen), um dort auch einmal auf Bundesebene die Organisation der Jugendarbeit mitzugestalten und auch bei formalen Entscheidungen mitwirken zu können. 

Die djo – Deutsche Jugend in Europa bietet Gruppen und Vereinen die Möglichkeit, ihre Jugendarbeit voranzutreiben, Menschen zu begeistern und zusammenzubringen. Die Freizeitheime bieten den Gruppen in den jeweiligen Bundesländern eine preiswerte Möglichkeit, gemeinsam Abenteuer zu erleben und auch gemeinsam Neues zu erschaffen. Ich finde es lobenswert, dass die Jugendarbeit nicht schläft, sondern sich stetig weiterentwickelt und die djo – Deutsche Jugend in Europa sich mit den Verbänden, Vereinigungen und Vereinen mitentwickelt und auch mitgestaltet. Man merkte auf der Bundesversammlung, dass die djo – Deutsche Jugend in Europa sich nicht auf alten Erfolgen ausruht, sondern dass Jugendarbeit Arbeit erfordert, welche die Mitglieder, Vorstände und Verantwortlichen aber bereit sind auf sich zu nehmen, um diesen wichtigen Part unserer Gesellschaft weiterhin leben zu lassen und zukunftsfähig zu machen. 

Ich will mit meinem Ehrenamt den genannten Weiterentwicklungsprozess mitgestalten. Als junger Erwachsener bin ich nicht wirklich weit von der Jugend weg und will diese Nähe nutzen, um sie für die Jugendarbeit zu mobilisieren. Heißt: Selbst Projekte starten und zu lernen, dass gemeinsam viel in der Politik, der Gesellschaft oder auch ganz klein in der Gruppe bewegt und gemacht werden kann. 

Die djo – Deutsche Jugend in Europa soll dabei ihre Hand reichen und es den motivierten Jugendlichen einfacher machen, diese Ziele zu erreichen. 

Johannes Krispin