JEM – Jugendliches Engagement in Migrant_innenorganisationen

Jugendliches migrantisches Engagement ist ein bedeutender Bestandteil der postmigrantischen Gesellschaft in Deutschland. Aus diesem Engagement heraus hat sich eine Vielzahl von Migrant_innenjugendselbstorganisationen (MJSO) gegründet. Diese sind inzwischen wichtige Akteur_innen der bundesdeutschen Jugendverbandsarbeit. Sie leisten wichtige Community-Arbeit und engagieren sich für mehr Sichtbarkeit, Teilhabe und Chancengerechtigkeit.

Die djo – Deutsche Jugend in Europa setzt sich seit ihrer Interkulturellen Öffnung im Jahr 2000 für die Stärkung von MJSO ein. Sie arbeitet auf lokaler Ebene mit verschiedenen MJSO zusammen und hat in den letzten Jahren vier bundesweit organisierte MJSO als Mitglieder aufgenommen. Damit vertritt sie vier der sechs MJSO, die bisher als Vollmitglieder im deutschen Bundesjugendring vertreten sind.  Mit dem Projekt „Jugend 2014“ hat sie fünf dieser sechs MJSO beim Aufbau bundesweiter Verbandsstrukturen unterstützt. Im Anschluss ist es gelungen, für diese MJSO eine Regelförderung über den Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) zu erreichen.

Jugendverbandsarbeit – neue Impulse setzen

Das Projekt „JEM – Jugendliches Engagement in Migrant_innenorganisationen“ knüpft an diese jugendpolitischen Entwicklungen an. Zugleich möchte es neue Impulse im Bereich der Jugendverbandsarbeit setzen. Das Projekt richtet sich an Jugendliche aus dem gesamten Bundesgebiet, die in migrantischen Selbstorganisationen oder Communities lokal und/oder bundesweit engagiert sind. Hauptziele des JEM-Projektes sind:

  • bundesweite migrantische Jugendstrukturen aufbauen (z.B. MJSO, Jugendsektionen)
  • ein positives Bild jugendlichen migrantischen Engagements prägen

Angebote

Das JEM-Projekt konzentriert sich auf die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden. Sie werden als Multiplikator_innen ausgebildet sowie in der Ideen- und Projektentwicklung begleitet. Das JEM-Projekt unterstützt die Teilnehmenden dabei, eigene bundesweite Jugendstrukturen und -netzwerke aufzubauen und eine Anerkennung als freie Träger der Jugendhilfe anzustreben. Dies eröffnet Zugänge zu jugendpolitischen Beteiligungsstrukturen (Jugendringe, Jugendverbände) sowie die Möglichkeit einer Strukturförderung über den KJP.

Die JEM-Angebote werden gemeinsam mit den Jugend-Teams auf der Grundlage ihrer Wünsche und Bedarfe entwickelt. Das Projektteam organisiert danach vielfältige Angebote, z.B.

  • Fortbildungen und Workshops mit Expert_innen
  • Wissenstransfer und Vernetzung mit verschiedenen MJSO
  • individuelles Coaching der Projektentwicklung und -umsetzung

Das JEM-Projekt läuft bis zum 30.06.2022. Es wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Neugierig? Mehr Infos gibts bald in unserem Flyer - hier schon mal als Textversion.

Ansprechpartnerinnen

NiNa Reichert (Projektleitung): nina-reichert@djo.de, Telefon: 030 - 44 67 78 - 23

Ava Mirković (Projektreferentin): ava-mirkovic@djo.de, Telefon: 030 - 44 67 78 - 20