Jugendverbandsförderung in MV

Aus dem offenen Brief vom 08.12.2015:

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

2013 wurde zwischen den Landesjugendverbänden im Landesjugendring, dem Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales (Sozialministerium) und dem Landesamt für Gesundheit (LAGuS) verabredet, dass die Förderung der Jugendverbände durch den Landesjugendplan nach einem neuen Zuwendungsverfahren durchgeführt wird. Diesem Verfahren liegen bestimmte, gemeinsam entwickelte Formblätter zu Grunde.  Weiterhin ist vereinbart worden, dass für drei Jahre keine Änderungen am Verfahren der Jugendverbandsförderung und damit auch nicht an den Formblättern vorgenommen werden. Anschließend soll das Zuwendungsverfahren „evaluiert“ werden, um ggf. zu neuen Verabredungen zu kommen.

Ein Versuch des Landesjugendrings bereits Anfang 2015 über das Verfahren mit dem Sozialministerium und dem LAGuS ins Gespräch zu kommen und Vereinfachungen anzustreben, wurde eben mit den getroffenen Vereinbarungen abgelehnt.

Ende Oktober 2015 hat das LAGuS neue Formulardateien erstellt, die für die Beantragung von Zuwendungen in 2016 zu verwenden seien und damit die Landesjugendverbände überrascht und eine fristgerechte Beantragung wesentlich erschwert. Diese Vorgänge werden damit begründet, dass im LAGuS eine neue, interne Registrier- und Abrechnungssoftware eingeführt worden ist.

Die Landesjugendverbände erachten dieses als eine Art „Vertragsbruch“ gegenüber den 2013 getroffenen Vereinbarungen. Eine einseitige Beendigung dieser  Vereinbarungen bedeutetauch, dass die andere Seite Neuverhandlungen über den Gegenstand verlangen kann.

Darum fordern wir das Sozialministerium und das LAGuS dazu auf, mit dem Landesjugendring in Vertretung der Landesjugendverbände durch seinen Finanzausschuss in neue Beratungen über die Förderung der Landesjugendverbände einzutreten. Unser Ziel ist es , die Richtlinie 5 des Landesjugendplans (Förderung der Landesjugendverbände) endlich zu novellieren und vor allem das Zuwendungsverfahren zu vereinfachen. Es kann nicht sein, dass die Landesjugendverbände inzwischen einen erheblichen zeitlichen Aufwand aufbringen müssen, um den Anforderungen des LAGuS gerecht zu werden.

Zu berücksichtigen in den Verhandlungen ist auch die Förderpraxis in anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Zentralstellenverfahren in Zuständigkeit der jeweiligen Landesjugendringe.

Von Jugendverbänden getragene Jugendverbandsarbeit bedeutet in erster Linie Selbstbestimmung durch junge Menschen. Daraus folgt , dass sich Jugendverbandsarbeit nicht in Formblätter pressen lässt, sondern den Interessen von Kindern und Jugendlichen folgt . Budgetierung und flexibler Einsatz von Zuwendungen für Jugendverbände schließen Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und zweckentsprechende Verwendung nicht aus.

 

(Unterschriften)

 

Kontakt: 

djo-Deutsche Jugend in Europa, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Am Wasserwerk 1

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