Wir trauern um den 12. Stern – aber wir lassen ein Licht an!

Wir, die djo – Deutsche Jugend in Europa nehmen mit großem Bedauern den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zur Kenntnis. 

Der Brexit ist nicht Ausdruck von notwendiger Kritik an der EU als Institution, sondern Zeichen eines neuen Nationalismus und Folge der bewussten Vermengung von Sachfragen mit Populismus. 

Unter den katastrophalen Folgen des Nationalismus und den damit verbundenen Geisteshaltungen in Europa, die zu Krieg, Flucht und Vertreibung geführt haben, haben auch die Gründer_innen unseres Verbandes gelitten. Frieden gibt es nur in einem vereinten Europa, in dem nationale Egoismen und der trennende Charakter von Grenzen überwunden sind. 
Unsere Solidarität gilt vor allem der jungen Generation in Großbritannien, die das Leben in einer durch den Populismus der letzten Jahre zu tief gespaltenen, zerstrittenen Gesellschaft meistern müssen: Sie wird noch lange mit den Folgen des Brexits leben, obwohl sie mehrheitlich dagegen gestimmt hat oder zum Zeitpunkt des Referendums noch gar nicht wahlberechtigt war. 

Wir fordern alle Verhandlungspartner_innen dazu auf, während der Austrittsverhandlung die Belange junger Menschen und der internationalen Jugendarbeit zu berücksichtigen und sicher zu stellen, dass der jungen Generation keine Nachtteile entstehen. 
Wir als djo – Deutsche Jugend in Europa bekennen uns zur europäischen Idee. Wir wollen im Rahmen unserer Arbeit daran mitwirken, die Europäische Union und ihre Werte mitzugestalten und den europäischen Zusammenhalt auch abseits institutioneller Gegebenheiten zu stärken. Daher setzen wir uns für ein Europa der Vielfalt ein, in dem der positive Wert von Diversität, Kultur, Tradition und Sprache hervorgehoben wird und die Rechte aller minorisierten Gruppen garantiert ist.